DIORMAG

22. Mai
Events

Dior in Cannes – Pedro Almodóvar

Er ist wohl der schillerndste aller spanischen Regisseure: Pedro Almodóvar ist der Juryvorsitzende der diesjährigen 70. Internationalen Filmfestspiele in Cannes. Wir blicken noch einmal auf seine langjährige Verbindung mit dem Haus Dior.

Wie Hitchcock zu seiner Zeit ist Pedro Almodóvar einer jener zeitgenössischen Regisseure, die sich sehr mit der Wahl der Kostüme, der Bedeutung ihrer Farbe und der wichtigen Rolle beschäftigen, die sie oft in seinen Filmen einnehmen. Seinen leidenschaftlichen Filmheldinnen gibt er nicht nur Regie-, sondern auch Kostümanweisungen, und die Dior Kreationen haben den Glamourfaktor, den seine Charaktere benötigen. Wir erinnern uns an das Kostüm aus rotem Wollstoff, das Penélope Cruz beim Sturz von der Treppe in Zerrissene Umarmungen (2009) trug. Für Julieta, der 2016 im Wettbewerb in Cannes lief, arbeitete der Regisseur erneut mit der Maison zusammen und wählte Kreationen in markanten Farben: Von Schwarz und Dior Rot bis hin zu expressionistischen Akzenten. Die Schauspielerin Michelle Jenner, alias Béa, eine elegante Journalistin und Freundin von Julietas Tochter aus Kindertagen, tritt plötzlich an einer Straßenecke in ihr Leben, gekleidet in einen eleganten, schwarz-weißen Rollkragenpullover aus der Kollektion Herbst-Winter 2015. Im späteren Verlauf des Films, in dem es um Leidenschaft und Drama geht, trägt sie ein leuchtend rotes Bar Kostüm. Béa ist eine bis in die Accessoires vornehme Frau, von den Dior Tribale Ohrringen bis hin zu den Lackstiefeletten und der Diorama Tasche, die den Look akzentuiert.

22. Mai
Erbe

Dior in Cannes - Claudia Cardinale

Die 70. Internationalen Filmfestspiele in Cannes warten mit der Jugend, der Heiterkeit und der Sinnlichkeit von Claudia Cardinale auf, die im Mittelpunkt des diesjährigen Festivalplakats steht. Ein Porträt dieser Filmikone, die eng mit der Maison Dior verbunden ist.

Auf den Fotos aus den 1960er Jahren, die in der Boutique in der Avenue Montaigne Nr. 30 aufgenommen wurden, treffen der Charme und die Schönheit der aus Sizilien stammenden Schauspielerin, die damals in den 20ern war, auf die Kreativität von Christian Dior. Kino und Make-up sind spätestens seit 1974 eng miteinander verbunden, als eine speziell für den Film entwickelte Linie auf den Markt kam: Die Linie Visiora, die sofort ihren Durchbruch feierte, mit einem matten Lippenstift, der das Licht der Scheinwerfer nicht mehr spiegelte. Claudia Cardinale ist eine Ikone der Weiblichkeit und Sinnlichkeit. Sie verwendete diese „Maquillage Cinéma-Télévision“ Linie sowohl vor als auch abseits der Kamera.

Dass sie nun auf dem offiziellen Plakat des renommierten Filmfestivals zu sehen ist, ist eine wunderbare Hommage an diese leidenschaftliche Aktrice, die in Frankreich mit Cartouche, der Bandit (1962) bekannt wurde, in dem sie zusammen mit Jean-Paul Belmondo ein besonders verführerisches Paar mimte. Mit Der rosarote Panther wurde sie zu einer der ganz Großen des internationalen Kinos und arbeitete fortan mit namhaften Regisseuren und Schauspielern. Zunächst mit Federico Fellini für den Film Achteinhalb, in dem sie eine Diva spielt, deren Schönheit alle Zuschauer in den Bann zieht. Dann mit Visconti, der ihre strahlende Selbstsicherheit in dem meisterlichen Film Der Leopard zum Vorschein brachte, der 1963 mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Als internationale Ikone sahen wir sie mit Richard Brooks (Die gefürchteten Vier) oder Sergio Leone (Spiel mir das Lied vom Tod). Sie war der Star in Die Petroleum-Miezen, an der Seite von Brigitte Bardot, und in Der Mann aus Marseille (erneut mit Jean-Paul Belmondo). In den 1980er Jahren stellte sie immer wieder ihren Status als Weltstar unter Beweis. Ein Goldener Löwe bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig 1993 und eine zweite Hommage bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2002 würdigen ihre Karriere, in der sie 150 Filme drehte.

22. Mai
Savoir-Faire

Das Savoir-faire hinter dem Look von Jessica Chastain

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    Sophie Carre

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22. Mai
VIP

Cannes, auf den berühmten Stufen – Tag 5

21. Mai
Neuheiten

Herbstkollektion 2017

Die Kreationen der Herbstkollektion 2017 von Dior, entworfen von Maria Grazia Chiuri.

Die Kunst in den Lebensmittelpunkt rücken. Seine Persönlichkeit mit einer Reihe von Gesten ausdrücken, die Erinnerungen darstellen.

Unvergesslich sein.

Im 19. Jahrhundert, mitten im großen, modernen Paris, wo Künstler und Intellektuelle die von Charles Baudelaire und später Walter Benjamin beschriebene Freiheit und Anziehungskraft spürten, wurde Kleidung erstmals zum essentiellen Bestandteil der Inszenierung der eigenen Person – und das galt für die Damen genauso wie für die Herren.

Zuerst waren da die Bohemiens, die ihrer Unabhängigkeit durch ihren Kleidungsstil Ausdruck verliehen. Ihr Leben trieb das romantische Lebensgefühl auf die Spitze, irgendwo zwischen Kunstwerk und Performance. Genau wie die Beautiful Losers von Aaron Rose und Joshua Leonard, die Neo-Bohemiens im heutigen Los Angeles, für die nichts von Bedeutung ist, die sich den dominierenden Kunstformen widersetzen und auf die neuen Formen der Streetart setzen, die voller Protest und Mystik sind.

Maria Grazia Chiuri, Künstlerische Leiterin der Damenkollektionen der Maison Dior, ließ sich von diesen Themen für die Herbstkollektion 2017 inspirieren und kombinierte sie mit dem Esprit dieser neuen Generation von Frauen, die sich an den Rhythmus des urbanen Lebens anpassen und doch ganz zu ihrer Persönlichkeit stehen. Aus dieser rundum kreativen Arbeitsweise, aus dieser Art, die Dinge in der Retrospektive zu betrachten und doch nach vorn zu schauen, mit diesem stetig umherschweifenden Element, das der Mode wie auch der Kunst innewohnt, aus der Art des Zusammenfügens, dieser analogen und vollkommen unlogischen Art, aus den unterschiedlichsten Elementen (Stile, Körper, Muskulaturen, Objekte, Schreie, Worte, Hinweise, Farben, Haltungen) ist eine Reihe von Kleidungsstücken entstanden, die immer wieder neu zusammengesetzt werden können und so einen wirklich persönlichen Stil ergeben.

Diese Ungezwungenheit wird begleitet von einer Suche nach Einzigartigkeit, die sich im Detail zeigt, mal als Stickerei, mal aufgenäht oder aufgedruckt. Da ist der starke Kontrast zwischen dem Schimmern der Plastrons aus schwarzem Velours und der transparenten Spitze oder der Stoffe, die den Körper umhüllen. Da sind Stickereien, die an die Tradition der Maison, aber auch an abstrakte Ethno-Motive erinnern, in bunten oder neutralen Farben, wie etwa der große Baum des Lebens, der auf Röcken, Mänteln und Jacken Form annimmt.

Und natürlich das Bar Kostüm, das Maria Grazia Chiuri ohne Wenn und Aber mit sämtlichen Verzierungen versehen hat, damit es zu den verschiedenen Elementen der aktuellen Gardeorbe wie Jeans oder fließenden Pullovern mit Stehkragen passt. Oder auch die alt anmutenden, voller Nostalgie steckenden Farben wie Altrosa, die die Kleidungsstücke bis ins Detail vollenden. Dazu die Interpretation des Kapuzencapes, das über einem Tüllkleid in diesem Grauton, den Monsieur Dior so sehr schätzte – ein volles und schillerndes Graublau –, mit glänzenden Stickereien sitzt, die uns erinnert daran, dass Kleidung heute nichts weiter als eine Art Werkzeug ist, das diese so besondere Energie beeinflussen kann, die man mit romantischer Freude beschreiben könnte, die in den Körper eindringt und unser Auftreten bestimmt.

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