08.08 ALL ABOUT DIOR

DIE LADY DIOR AUS DER SICHT VON KÜNSTLERN

GALERIE

Die Lady Dior  verkörpert den ganzen Esprit des Modehauses. Sie ist eine Ikone, die zahlreiche Künstler inspiriert hat. Für unsere Sommererzählung begeben wir uns auf die Spuren ihrer Geschichte, berichten von dem Treffen mit einer Prinzessin und entdecken ihre Neuinterpretationen, die im Rahmen der Ausstellung Lady Dior As Seen By  in der ganzen Welt zu sehen waren.

Die Geschichte der legendären Handtasche des Modehauses begann 1995. Die Première Dame von Frankreich, Bernadette Chirac, schenkte Lady Diana, die zur Eröffnung einer Cézanne Ausstellung nach Paris gekommen war, eine Lady Dior – die Tasche wurde ihr ständiger Begleiter. Sie verfiel dem Charme dieses Accessoires und bestellte sogar alle verfügbaren Modelle. Selbst ihre Namen waren prädestiniert: Lady, Lady Di, Lady Dior!  Die bei den Medien weltweit beliebte Prinzessin von Wales wurde immer wieder fotografiert und in Magazinen abgedruckt, stets mit der berühmten Tasche in der Hand. Das reichte aus, um die „Cannage“-Absteppung und die goldenen Ösen, an denen die runden Henkel und die Buchstaben-Anhänger – in Anlehnung an die Leidenschaft des Couturiers für Glücksbringer – befestigt sind, zur Legende werden zu lassen. Seit nunmehr 15 Jahren gibt es die Lady Dior  in Leder oder Stroh, aus exotischem Leder oder auch mit Paillettenstickerei, die sie immer wieder zu einem Unikat machen.

Dieses elegante und zugleich moderne „Objekt“ ist auch eine Inspirationsquelle für die großen Künstler unserer Zeit. Fotografen, bildende Künstler, Videokünstler oder auch berühmte Regisseure interpretieren die Geschichte der wunderbaren Lady Dior  neu. Doch nicht nur das Accessoire selbst ist Teil des kulturellen Erbes des Hauses, sondern auch all ihre kunstvollen Formen. Aus der Verbindung zur Kunstszene entstehen ganz von allein Neuinterpretationen der legendären Lady Dior  Tasche, von den talentiertesten Künstlern wie David Lynch, Paolo Roversi, Nan Goldin, Tim Walker und Jean-Baptiste Mondino oder John Cameron Mitchell. Das Haus Dior erneuert immer wieder seine Verbundenheit zur Kunstszene und hat die Wanderausstellung Lady Dior As Seen By  ins Leben gerufen. 80 Künstler hatten den Auftrag, die Lady Diorauf ihre Weise und ganz frei zu fotografieren, abzuwandeln, als Skulptur zu formen oder neu zu interpretieren. So entstanden Fotos, auf denen die Tasche scheinbar verlassen in einer erhabenen Landschaft steht (Alec Soth) oder in den Armen von Iggy Pop liegt, der eine Couture-Pose nachahmt (Mikael Jansson), als Stapel am Ufer eines Sees im Nebel wie eine Herde Wildgänse wirkt (Rune Guneriussen), als Zierde eines wunderschönen Akts mit Korsett im Man Ray-Stil (Ruven Afanador) oder in den Händen eines heiteren Verkäufers (Martin Parr). Der Japaner Koichiro Doi, der eigentlich Stillleben fotografiert, hat sie 115 Mal aus allen Richtungen reproduziert, bis er einen Positiv-/Negativabzug erhielt, der an die matten und glänzenden Reflexe des gesteppten Leders erinnert.

Die bildende Künstlerin Aiko Miyanaga war ebenfalls fasziniert von der perfekten Form und hat sie in Naphthalin gegossen und das Ganze in einen Block aus Kunstharz gefasst, als einziges Element des Kunstwerks, das sich nicht bei dem Kontakt mit Luft zersetzt. Ein weiterer Japaner, Kengo Kito, hat sie mit Spiegeln rekonstruiert. Die Schweizerin Olympia Scarry, hat eine Skulptur geschaffen, bei der sie aus einem Marmorblock emporkommt. Weitere Interpretationen: jene des Kollektivs Recycle Group, die sie zerstückelt haben, um ihre Steppung aufzusplitten, jene von Nicolas Milhé, der in der Tasche eine Miniaturanfertigung des Lederwarenateliers versteckt hat, oder auch jene von Maarten Bass, der sie aus Rohmetall angefertigt hat. Diese magische Ausstellung unterstreicht wunderbar die verschiedenen Facetten des Hauses Dior.

Sommererzählung: Dior und die Kunst, verschiedene Einblicke – Große Ikonen neu interpretiert, Teil 2

© Olympia Scarry, Lady Dior As Seen By  exhibition

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