07.07 BREAKING NEWS

DURCH DIE ZEIT

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Entdecken Sie das Pressedossier und die ersten Bilder der Christian Dior Haute Couture Kollektion Herbst-Winter 2014-2015, die vor wenigen Stunden in Paris vorgestellt wurde.

Vorsehung: Gleichzeitig nach vorn und zurück blicken, um den Weg für die Zukunft zu bereiten. Für die neue Herbst-Winter Kollektion 2014-2015 begibt sich Raf Simons, künstlerischer Leiter des Hauses Dior, auf eine Reise in die Vergangenheit, bei der er auch auf Ideen aus einer nahen Zukunft trifft – auf der Suche nach der Bedeutung von Modernität in der Welt der Haute Couture von heute.

„Mich hat der Prozess interessiert, aus dem eine extrem moderne Idee hervorgeht, die auf der Vergangenheit basiert, und zwar besonders durch die Gegenüberstellung von verschiedenen Themen“,  erklärt Raf Simons. „Die historischen Inspirationen sind weder die alleinige Grundlage der Kollektion noch erklären sie all ihre Facetten. Mich hat der Ansatz einer architektonischen Konstruktion fasziniert – was sehr Dior ist – und wie jede Epoche zum Fundament einer anderen wird, wie die Zukunft die Vergangenheit einbindet. Das finde ich wirklich faszinierend.“ 

Die Kollektion ist in acht verschiedene Themenabschnitte unterteilt, die historischen Wurzeln sind dabei nicht unbedingt offensichtlich, um der Fantasie freien Lauf zu lassen. Der historische Einfluss beginnt im 17. Jahrhundert, gefolgt von der Kleidung am Hofe des 18. Jahrhunderts, jeweils mit Einflüssen der Astronautenanzüge unserer Zeit – der Astronaut symbolisiert für Raf Simons den Entdeckergedanken und charakterisiert als Leitmotiv die ganze Kollektion.

Die Themen sind wie folgt aneinandergereiht: Robe à la française,  eine Variation der traditionellen Kleider des 18. Jahrhunderts mit strukturierten Looks; vor allem mit Reifrockkleidern, die nun durch neue Tüll-Bügel leichter werden. Vol à la française,  Pilotenanzüge treffen hier auf historische Kleider und überarbeitete Korsagen und Stickereien werden mit Reißverschlüssen und Seidentaft gemixt. 1910 linéaire:  Lange Mäntel mit geschwungenen Linien im Stil der Belle Époque reisen durch die Geschichte.Le corsage rencontre la veste,  die Verlagerung technischer Details: Korsagen werden zu Röcken, Jacken zu Fältchenblusen.Vestes-justaucorps et gilets:Mäntel vom Hofe des 18. Jahrhunderts passen sich an den weiblichen Körper an. 1920 libéré:  Die Garçonne-Mode der 1920er-Jahre wird mit Stickereien neu interpretiert. Le col rencontre le Bar:  Die Dior Archive enthüllen, inspiriert von den 1950er-Jahren, abstrakte und geometrische Formen, schlichte Volumen und Linien und betonen die architektonische Schlichtheit der Kreationen von Monsieur Dior. Techniques, plissés et systèmes:  Ein dekorativer Ansatz, der Tradition und Technologie verbindet: stilisierte Paspeln, technisches Plissee, Details von Astronautenanzügen.

Diese Kollektion ist eine absolute Herausforderung für die Haute Couture Ateliers, da sie historische Techniken einsetzen, deren Anwendung jedoch zweckentfremdet wird. Die Technik wird hier zum dekorativen Element und Dekorationen zu Strukturen, was auch neues Savoir-faire entstehen lässt. So haben einige Stickereien etwa ihren Ursprung in der Herrenmode des 18. Jahrhunderts, vor allem auf höfischen Mänteln, und werden nun als Kunstharz-Fransen neuinterpretiert oder erscheinen auf einem Kleid im Neo-Garçonne-Stil.

„Ich habe mich am Anfang gefragt: Was ist Modernität? Ich wollte mit einer Sprache sprechen, die das genaue Gegenteil von dem ist, was ich bisher bei Dior gemacht habe“,  erklärt Raf Simons. „Ich wollte verschiedene ästhetische Vorstellungen gegenüberstellen, die heute als modern gelten – es erschien mir zeitgemäßer, in eine weit zurückliegende Vergangenheit zu gehen als den Esprit der letzten Jahrzehnte zu interpretieren. Die Herausforderung bestand darin, etwas Historischem einen zeitgemäßen Esprit zu verleihen, etwas scheinbar Theatralischem Schlichtheit und Lässigkeit zu geben. Das ist der Stil, den ich kreieren wollte“. 

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