15.08 BREAKING NEWS

LAUREN BACALL, ÉTERNELLEMENT

GALERIE

Die us-amerikanische Schauspielerin starb am vergangenen Dienstag. Noch vor wenigen Monaten gab sie Natasha Fraser-Cavassoni eines ihrer letzten Interviews für das Buch Monsieur Dior, il était une fois,  das am 1. Oktober erscheint. Eine Hommage auf die Frau, die Frankreich und dem Haus Dior tief verbunden war.

Mit ihr geht eine der letzten großen Legenden der goldenen Ära Hollywoods. Ihre hoch gewachsene Erscheinung und der eindringliche Blick – der ihr den Spitznamen The Look einbrachte – haben die Filmgeschichte geprägt, von Tote schlafen fest  bis hin zu Wie angelt man sich einen Millionär?.  Die in der Bronx aufgewachsene Aktrice war eine Modeikone, die ihre Karriere als Model begann. Mit ihrer außergewöhnlichen Aura schaffte sie es auf das Cover von Harper‘s Bazaar,  einige Jahre bevor das renommierte amerikanische Modemagazin den „New Look“ zeigte, die erste Haute Couture Modenschau von Christian Dior – ein erster Kontakt. Auf der Leinwand und im echten Leben erwies sich Bacall von Anfang an als bewundernder Fan des Couturiers, der die schönsten Schauspielerinnen der Welt einkleidete, und war stets eine treue Kundin des Modehauses. Die junge Ehefrau von Humphrey Bogart (sie heirateten am 21. Mai 1945) nahm ihren Ehemann auch mit nach Europa zu den Haute Couture Modenschauen von Monsieur Dior in Paris. Für die entschieden demokratisch eingestellten Hollywoodstars war die französische Hauptstadt damals ein Eldorado, ein Zufluchtsort für schwarze, amerikanische Intellektuelle und Musiker, die im Zuge der McCarthy-Ära und der Rassentrennung verfolgt wurden - die Stadt der Lichter versammelte damals alle fortschrittlich Denkenden, zu denen auch das Ehepaar Bogart-Bacall gehörte. Lauren Bacall nahm Boggie auch mit zu den unterhaltsamen Anproben in die Salons der Avenue Montaigne.

Der New Look,  der im Februar 1947 von Christian Dior vorgestellt wurde, war wie gemacht für die lange, anmutige Silhouette der Schauspielerin und ihre feminine Eleganz. „Die Looks von Dior waren spektakulär und absolut beeindruckend“,  gestand sie Natasha Fraser-Cavassoni in dem Buch Monsieur Dior, il était une fois.  Und fügte später hinzu: „Es war unmöglich, die neuen, von Dior aufgestellten Prinzipien der Eleganz zu ignorieren, denn der  New Look ließ alles andere altmodisch aussehen.“  Die Kreationen des Modehauses begleiteten Bacall während ihrer gesamten Karriere, schon ab der ersten Kollektion. Auch als ihr Ehemann 1952 einen Oscar erhielt, war sie bei der Verleihung dabei, gehüllt in das Pantomime  Kleid aus der Kollektion Frühling Sommer 1951. In Wie angelt man sich einen Millionär  (1953) trug sie auf der Leinwand ein weiteres Modell aus dem Hause Dior, später posierte sie für die Vogue  in einem Sommerkleid der Marke. 1993 kam sie noch einmal – auf der Leinwand – zu den Haute Couture Modenschauen in die Avenue Montaigne, als sie für Robert Altmans Film Prêt-à-Porter  vor der Kamera stand. Lauren Bacall war eine Modeikone auf der Leinwand und eine Hollywoodlegende bei Modenschauen, die nun eine große Lücke in Mode und Film hinterlässt. 

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