Croisière Modenschau 2018

11. Mai 2017 - Los Angeles - 19:00 Uhr (PDT)

So erscheint mir auf dem Fries von Lascaux,

Mutter, phantastisch vermummt,

die Weisheit mit Augen voll Tränen.

René Char

Die Entdeckung der Höhle von Lascaux im Jahr 1940 hatte einen großen Einfluss auf die Künstler dieser Zeit. Für Georges Bataille ist sie der Anfang der menschlichen Spezies. Die kraftvolle Darstellung der Tiere (Hirsche, Pferde, Rinder) bringt uns zurück zum Beginn der Menschheit, zu ihrer Beziehung zur Natur, sowie zur Erfindung der Kunst. 1951 bemächtigt sich Christian Dior dieser Bilder und übernimmt sie in einen Print der Linie namens Ovale. Die Form erinnert an eine primitive weibliche Darstellung wie die Venus von Willendorf. 

Diese wilde und antike Weiblichkeit in Verbindung mit der Magie der Erde inspirierte Maria Grazia Chiuri, die Künstlerische Leiterin der Damenkollektionen bei Dior, für diese gesamte erste Cruise Kollektion für die Maison. So nimmt eine weibliche Darstellung Form an und entfaltet diese schamanische Intuition, diesen wilden, beinahe bestialischen Geist, von dem Clarissa Pinkola Estés in einem von der Modeschöpferin sehr geschätzten Buch spricht: Die Wolfsfrau.

Maria Grazia Chiuri sucht immer verschiedene Wege, um das Erbe von Dior zu durchdringen. Die Wölfe tauchen als prähistorische Tiere aus der Höhle von Lascaux auf und nehmen Platz auf herausragenden Seidenjacquards, auf denen beinahe goldfarbenes Ocker im Kontrast zu Schwarz steht. Abdrücke von Frauenhänden, Neuinterpretationen origineller Formen, werden zu prachtvollen Paillettenstickereien in erdigen Tönen.

Maria Grazia Chiuri eignete sich die Savoir-faires der Dior Ateliers an, um sie in idealen Formen, die ihre Geschichte erzählen, neu zu erfinden. Eine Geschichte, die Proportionen und Längen verändert, um sie an die heutigen Landschaften anzupassen, wo Sport sich mit Haute Couture vermischt, wo Tradition zu ornamentaler Abstraktion wird und wo Materialien ihren Status ändern.

Die Lobrede auf den Instinkt bringt sie auf die Spuren weiblicher Figuren, die sich in der Wüste verirren wollten, um die dunklere und tiefere Seite des Ichs besser zu verstehen. So taucht das Bild einer Künstlerin wie Georgia O’Keeffe aus dem Sand New Mexicos auf. Eine sakrale Figur, die damit beschäftigt ist, Kadaver einzusammeln. Das sagt Vicki Noble in Shakti Woman: The New Female Shamanism (dt. Die Shakti Frau: Der neue weibliche Schamanismus): „Ich möchte mich selbst bis in mein heiliges Zentrum kennen und in diesem Raum möchte ich die anderen kennen und berühren.“ Maria Grazia Chiuri verwendet auch Tarots, die in Motherpeace, einer Co-Kreation von Karen Vogel und Vicki Noble, auf feministische Weise neu erfunden wurden, mit ungestümen Farben in einer Pop-Interpretation, um die von Monsieur Dior so geschätzte Kunst der Wahrsagung wiederzubeleben. Die Vorstellung, dass der Duft einer Person ihre Seele zum Ausdruck bringt, findet sich in der Interpretation von Eau Sauvage für Damen wieder. Der immaterielle Abdruck dieser wilden, irrenden Figur führt die Frau noch einmal in das Zentrum der Welt zurück.

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Croisière Modenschau 2018

11 Mai 2017 - Los Angeles - 19H00 (GMT+02)

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