Herrenmodenschau Pre-Fall 2019

30. November 2018 - Tokyo - 20:00 Uhr (GMT+9)

Eine neue Landschaft. Das Paradox des zeitgenössischen Japans, das sowohl in der Tradition verankert ist als auch beständig nach vorn schaut, spiegelt die Identität eines Maison der Haute Couture im 21. Jahrhundert wider. Es ist ein Wechselspiel aus Ehrerbietung und Revolution. Das Land bildet eine geeignete Bühne für die zweite Modenschau des Kreativdirektors von Dior Men, Kim Jones, für die Kollektion Pre-Fall 2019: Zum ersten Mal debütiert das Maison eine Herrenkollektion in der Metropole Tokio.

Das Maison Dior hat eine tief greifende und bedeutende gemeinsame Geschichte mit Japan. Christian Dior war von diesem Land fasziniert und untersuchte dessen Kleidungskultur. Diese Studien nutzte er als Inspiration für seine eigene Arbeit. Seine Haute-Couture-Kollektionen waren immer wieder von Asien im Allgemeinen und Japan im Besonderen beeinflusst. Weite Schärpen, gewickelt oder geknotet wie ein Obi – der Gürtel des Kimono, Gewänder, die sich subtil kreuzen und sanft den Körper halten, die weiche Linie einer nahtlosen Schulter, wie ein Kimono drapiert – all diese zarte Gesten stammen aus der traditionellen japanischen Kleidung. Sie waren in den Kollektionen von Christian Dior präsent und tauchten  im Laufe seiner Karriere immer wieder auf.

 

Kim Jones verstärkt diese zeitlose Imprimatur des Dior Stils, indem er sich auf die hypermoderne Realität der japanischen Kultur von heute stützt. Er entscheidet sich dafür, nicht den historischen Mythos Japans zu erforschen, sondern dessen moderne Wirklichkeit. Sie verweist sowohl auf die sagenumwobene Vergangenheit des Landes als auch dessen oft ausgemalte Zukunft. Die Kollektion ist eine Symbiose aus dem Traditionellen und dem Neuen. Sie vereint Couture-Methoden mit Spitzentechnologie, um ein erfrischend neue Mischform zu erschaffen.

 

Die Schneiderarbeit ist stromlinienförmig und praktisch, sie stützt sich auf die Idee von Uniformen, verzichtet aber auf Einheitlichkeit. Drei grundlegende Dior Elemente – der Hahnentritt-Tweed, die Farbe Pink und der Panthère-Print – werden detaillierter ausgeführt, jeweils bearbeitet und neu entdeckt. Der Panthère zeigt sich in Wasserfarbe; der Hahnentritt-Tweed ist speziell gewebt, um einen Used-Look zu kreieren, der ein eingebildetes Erbe wachruft; das unverkennbare Rosa von Dior intensiviert sich zum Sakura-Pink der japanischen Kirschblüte. Es wird mit einer nuancenreichen Palette aus Perlgrautönen kombiniert, die als Synonym für Dior stehen.

 

Kim Jones strebt nach wie vor danach, beständige Inspiration aus dem Leben von Christian Dior zu schöpfen. Er will die Vertrautheit widerspiegeln, die im Zentrum der anhaltenden Anziehungskraft der Haute Couture steht. Eine Seidenkrawatte, die Christian Dior trug und ein abstraktes Muster mit Vierpassblumen besitzt, bildet die Architektur eines neuen Prints. Haute Couture Savoir-faire, das fest zur Identität des Maison gehört, führt zu speziellen Verfahren, die Pelze und Spitzen magisch zusammenschmelzen lassen. Die diagonale Linie des Tailleur Oblique von Dior Men wird hier neu interpretiert und an Mänteln und Strickwaren neu erforscht. Wie die Designs von Christian Dior erkundet diese Kollektion den Austausch zwischen westlichen Schnitt-Traditionen und dem japanischen Kimono, der den Körper sinnlich in Stoff hüllt.

 

Neben dem Alten das Neue. Stoffe werden mit einer fortschrittlichen Metallisierungstechnik behandelt, die auf ganze Kleidungsstücke angewendet wird. Die bearbeiteten Pelze und Leder glitzern wie ein Roboter in schillerndem Blau und Silber. Kalbsleder mit Metallic-Print wird dagegen mithilfe eines Lasers geäzt, um ihm die fließende Geschmeidigkeit von Seide zu verleihen. Cannage-Motive sind mit Laser in Gummi und Leder geschnitten, die Muster auf Denim geklebt.

 

Accessoires spielen mit Kawaii-Vorstellungen der Dimension und sind winzig klein oder übergroß und mit zusätzlichen Täschchen wie eine Art Charms behangen. Die Dior ‚Street Chic‘ Accessoires-Linie aus dem Jahr 2002 mit äußeren Taschenelementen, die an Taschen befestigt oder abgenommen werden konnten, wird zu neuem Leben erweckt. Sie ist sowohl stylish als auch praktisch und funktional, denn sie ermöglicht endlose Innovation und Personalisierung, die andere Ansätze beeinflusst: Ein Gemisch aus Varianten von Kim Jones’ wiederbelebter Saddle Herrentasche mit ihrem speziellen Design für vielseitige Tragemöglichkeiten. Diese Accessoires kombinieren Nylon und Leder sowie den unverwechselbaren Dior Oblique Stoff. Die Schuhe sind vakuumgeformt, modernistisch, mit Gummispitzen und denselben innovativen Metallisierungstechniken bearbeitet wie die Kleidung. Förmliche Schuhe und Springerstiefel besitzen die Hochleistungsdynamik von Sneakern.

 

Kim Jones ließ sich von der angehenden Karriere Christian Diors als Galerist in den 1920er Jahren inspirieren und kuratierte eine neue Zusammenarbeit zwischen dem Maison Dior und einem Künstler, der ebenso die Grenzen neu definiert und mit der kulturellen Landschaft Japans eng verbunden ist. Ausgewählte Stücke der Modenschau wurden zusammen mit dem japanischen zeitgenössischen Künstler Hajime Sorayama kreiert.

 

Sorayama konzipierte ebenfalls das Dekor der Modenschau – das Herzstück ist eine idealisierten weibliche Figur, ein Monolith, der Christian Diors beständige Verehrung und Vergötterung der weiblichen Formen widerspiegelt. Sorayamas Kunstwerk mit seinen charakteristischen futuristischen Roboterfrauen sowie japanisch inspiriertes Blattwerk verzieren eine Reihe von Einzelteilen aus silbernem Mylar. Es bildet die Grundlage einer neuen, bestickten Spitze und einer Accessoires-Kollektion, die seine Bilderwelt mit dem Dior Oblique Stoff in den Kontrasten von Tintennachtblau und Sakura-Pink kombiniert. Sorayama interpretierte auch den Dior Schriftzug neu – zwei Signaturen, die aufeinandertreffen . Seine menschenähnlichen und tierischen Roboter werden zu Charms und Anhängern.

 

Neben der Zusammenarbeit inspirierte der optimistische Futurismus von Sorayamas Werk die gesamte Kollektion in Bezug auf Behandlungen, Ansätze und Kreativität. Ein androider Schimmer wird durch glänzende und Lamé-Gewebe aber auch reines Metall erreicht. Die Bedeutung von Schmuck wird natürlich erhöht: substanzielle, industriell inspirierte Ketten, die von Yoon Ahn designt wurden, enthalten Anspielungen auf Roboter durch Muttern und Schrauben. Darüber hinaus werden die Dior Insignien von Sorayama in Halsketten, Ringe und Broschen verwandelt. Die außergewöhnlichsten Beispiele der Metallisierung verwischen die Grenze zwischen Schmuckstück und Kleidungsstück: Glänzende Stahlkappen, die von Hutmacher Stephen Jones kreiert wurden, und eine neue Interpretation der legendären Saddle Tasche von Dior, die vollständig aus poliertem Metall besteht. Ein Sammlerstück in limitierter Edition: eine maskuline Minaudière – das ist Mode als Kunstgegenstand.

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Interview von Kim Jones

Interview von Sorayama

Interview mit Peter Philips

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